Fellsache und was sich darunter befindet

Das Haar wird in der Haarwurzel gebildet. Hier werden die Pigmente abgegeben und die keratinhaltigen Hornzellen wandern hoch und bilden den Haarschaft.

Haare bilden sich aus mehreren verhornten Schichten und bestehen im Wesentlichen aus dem Protein Keratin.


Generell wird beim Fell des Hundes zwischen Stockhaar, Glatthaar, Kurzhaar und Langhaar unterschieden. Beim Stockhaar besteht das Fell aus Deckhaar und Unterwolle. Bei Glatthaar, Kurzhaar und Langhaar gibt es keine Unterwolle.

Das äußere Deckhaar ist beim Stockhaar rau. Hinzu kommt eine dichtere, feine Unterwolle, die auch als Wollhaar bezeichnet wird.

Die Luft verfängt sich in einem derartig aufgebauten Fell sehr leicht und durch die natürliche Fettigkeit wird eine Wasserabstoßung erreicht. Hunde mit Stockhaaren können ihre Körpertemperatur problemlos aufrechterhalten, selbst wenn sie in kaltem Wasser schwimmen oder im Regen arbeiten. Zusätzlich genügt meistens einmal kräftiges Schütteln, um das meiste Wasser von der Hautoberfläche zu beseitigen.

In der Regel haben Hunde mit Stockhaaren, Haar von mittlerer Länge und unterliegen einem Haarwechsel. Ob dieser Haarwechsel durch die Jahreszeiten bedingt oder ganzjährig stattfindet, steht in Abhängigkeit zum Hund und den äußeren Einflüssen (Temperatur, Tageslänge…).


Typische Hunderassen mit Stockhaar sind Sheltie, Deutscher Schäferhund oder Labrador Retriever.

Bei Hunden, die über ein Haarkleid aus Glatthaaren, Kurzhaaren oder Langhaaren verfügen, weisen alle Haare die gleiche Struktur und gleiche Dicke auf.

Dabei gibt es zwischen den einzelnen Hunderassen große Unterschiede in der Felllänge. So hat der Yorkshire Terrier langes, fließendes Haar und der Dalmatiner kurzes Haar.

Pudel oder Kerry Blue Terrier haben beispielsweise Seidenhaare. Sie unterliegen keinem Fellwechsel.

Dem Haarkleid des Hundes kommen je nach Rasse und Aufgaben unterschiedliche Funktionen zu.